OMNOMNOM das leckere Tachoritzel

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ijontichy
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OMNOMNOM das leckere Tachoritzel

Beitrag von ijontichy »

Hallo,
meine Transalp 88er BJ frisst Tachoritzel.

Mitte Juli fiel während einer langen Tour das Tachoritzel aus. Ich bin noch knapp 800km nach Hause gefahren und habe das ganze dann zerlegt. Das Plastikritzel im Tachoantrieb hatte sämtliche Zähne verloren. Da das Tachokabel auch nicht mehr so geil war, habe ich das darauf zurückgeführt und ein neues Ritzel (OE) und ein Tachokabel vom Louis verbaut.
Das ging jetzt keine 50km gut und das Ritzel hat wieder keine Zähne. HÄÄ???

Also unter dem Ritzel waren zwei Ausgleichscheiben, so wie im OE Teilekatalog auch angezeigt. Eines davon habe ich erneuert, also waren nachher auch wieder zwei drin. Ich habe den Tachoantrieb zwar nicht über den Waschtisch gezogen, trotzdem habe ich alles alte Fett und eventuell Rückstände des alten Ritzels entfernt und auch neu mit Plastilube gefettet.
Die Schnecke läuft auch sauber. Und das Tachokabel kann ja keinen Druck auf das Ritzel ausüben, weil da die Schnecke dazwischen hockt.
Also was habe ich falsch gemacht.
Vor der TOUR hatte ich auch den Vorderreifen gewechselt. Aber kann man da etwas falsch zusammenbauen, was dann aufs Ritzel drückt?
varakurt
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Re: OMNOMNOM das leckere Tachoritzel

Beitrag von varakurt »

Hmmm, bei unseren Alps kommt das Problem mit dem Plastikzahnrad auch hin und wieder, aber 50 km ist schon arg kurz.
Ich empfehle bei diesen Problemen - vor allem wenn sie 2x recht kurz nacheinander kommen - auch die Tachowelle mit Hülle zu tauschen. Hast du gemacht ... zwar ein No Name-Nachbauteil, ich würde da eher auf Honda-Originalware setzen, aber doch gemacht.

Wichtig ist auch eine gute Schmierung ... das Plastilube, dass du verwendet hast kenn ich nicht. WIchtig ist halt, dass es schon recht "weich" ist und keinen großen Widerstand gibt.

Die zwei Scheiben unterhalb des Zahnrades sind übrigens nicht als Ausgleich gedacht sondern als "Gleitlager" ... die sind ganz besonders wichtig.
Also von mir der Tipp: Besorg dir eine originale Tachowelle und Zahnrad und pass beim Radeinbau auf. Es kann schon passieren, dass man die Teile so unglücklich zusammensteckt, dass da erhöhte Reibung stattfindet und die Sollbruchstelle ist nun mal dieses kleine Plastikzahnrad.

BTW ... Viele Leute empfehlen, in das Gehäuse der Schnecke, unterhalb der Schnecke, ein Loch mit einem M3-Gewinde zu bohren um damit die Schnecke, die sich nach Meinung einiger in das Gehäuse einarbeitet, wieder auf das richtige Niveau angehoben wird.
Ich hab sowas noch nie machen müssen ... auch nicht bei der Alp meiner Frau, die wir mit 145k km verkauft haben.
Simons1911
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Re: OMNOMNOM das leckere Tachoritzel

Beitrag von Simons1911 »

Hi,
Da sind garantiert noch Plastikspäne in der Schnecke. Die können sich dann verkeilen und das neue Zahnrad ist wieder hin. Ich habe sicher ne halbe Stunde gebraucht um bei mir alles raus zu bekommen. Die Schnecke muss absolut leichtgängig sein, auch wenn man sie rückwärts dreht.
Viel Erfolg!
Lg, Simon
Sebi
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Re: OMNOMNOM das leckere Tachoritzel

Beitrag von Sebi »

Da Problem hatte ich bei meiner PD06 auch mal. Nach ca. 70km was das Zahnrad nochmal hin.
Da reicht ein kleiner Plastikrest in der Schnecke und dein neues Zahnrad ist nach ein paar Km wieder im Eimer.

Ich habe dann ein 3er loch gebohrt und durch dieses die Schnecke mit nem Durchschlag ausgedrückt.
In das Loch schneidest du später ein M4 Gewinde und machst es mit ner Schraube und Dichtring zu.
Dann kannst du wirklich alles sauber machen und neu fetten.
Das hält bei mir jetzt seit gut 70.000 Km.
Gruß Sebi
ijontichy
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Re: OMNOMNOM das leckere Tachoritzel

Beitrag von ijontichy »

Naja anscheinend war es wirklich nur die Dummheit.
Ich habe den Tachoantrieb diesmal wirklich komplett ausgewaschen. Ich wollte das ursprünglich vermeiden, damit die Schnecke nicht trocken läuft. Klar war da unendlich viel Plastik drin, schließlich hat es ja gleich zwei Ritzel gefressen.
Es hat schon etwas gedauert, wirklich jeden Rest aus der Schnecke zu bekommen.
Außerdem waren die beiden Gleitscheiben vorher trocken zusammengebaut. Klar, wenn das Gleitscheibe und keine Ausgleichscheiben sind, ist das schon ziemlich dämlich.
Danach habe ich die Schnecke mit Teflon eingelassen und alles schön mit einfachem Fließfett zusammengebaut.
Das PlastiLube, das ich vorher verwendet habe ist schon ein recht starres Fett. Wir verwenden das für Führungshülsen z.B. bei Bremssätteln. Es hat den Vorteil, das es für ein Fett relativ hitzebeständig ist und nicht verharzt. Aber eventuell war das wohl die falsche Wahl. Als meine Transe gebaut wurde und die Gummistiefel noch aus Holz waren, hat man sowas ja auch nicht gehabt.

Hält bis jetzt knapp 800km, also sollte das wohl passen.

Naja die Erkenntnis hat ja nur 35€ gekostet, also alles nicht so schlimm ;)
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